Allgemeine Informationen über Natriumcarbonat
Natriumcarbonat ist das Natriumsalz der Kohlensäure und gehört zu den wichtigsten anorganischen Basischemikalien der Industrie. In der Natur tritt es als Hydrat in verschiedenen Formen auf und bildet Minerale wie Trona, Natrit oder Kristallsoda. Diese entstehen vor allem in alkalischen Salzseen, Wüstenregionen oder in ehemaligen Meeresbecken mit starker Verdunstung. Bedeutende natürliche Vorkommen befinden sich in den USA, Ägypten und anderen Teilen Afrikas.
Eigenschaften von Natriumcarbonat
Natriumcarbonat ist ein weißes, kristallines Pulver, das in Wasser unter Wärmeentwicklung eine stark alkalische Lösung bildet. Es reagiert mit Säuren unter Bildung von Kohlenstoffdioxid und wirkt aufgrund seiner Basizität neutralisierend und fettlösend.
An der Luft nimmt es Feuchtigkeit und Kohlendioxid auf und wandelt sich zu Natriumhydrogencarbonat um. Abhängig von Druck und Temperatur kristallisiert es in verschiedenen Modifikationen, die wasserfrei oder hydratisiert vorliegen können.
Natriumcarbonat wird hauptsächlich durch das Solvay-Verfahren hergestellt. Dabei werden Ammoniak und Kohlenstoffdioxid in eine gesättigte Natriumchlorid-Lösung eingeleitet. Das gebildete Natriumhydrogencarbonat wird anschließend calciniert (erhitzt).
Das Solvay-Verfahren ist ein geschlossener Kreislauf, in dem Ammoniak und Kohlendioxid zurückgewonnen werden. Dies macht die Produktion wirtschaftlich und umweltfreundlich im Vergleich zu älteren Verfahren wie dem Leblanc-Prozess.
In einigen Regionen - insbesondere in den USA - wird Natriumcarbonat auch aus dem Mineral Trona gewonnen. Daneben kann es über die Elektrolyse von Natriumchlorid und anschließende Reaktion von Natriumhydroxid mit CO2 im kleineren Maßstab erzeugt werden.



