I'm ConnectingChemistry

Es war schon immer mein Traum Elemente und die Welt zu verbinden. Heute bin ich als Operations Manager bei Brenntag für den effizienten und sicheren Arbeitsablauf an unseren vier Standorten in den Niederlanden verantwortlich.

Dabei gilt meine oberste Priorität immer meinem Team und ihrer Sicherheit. Der Hafen von Rotterdam, das Tor Europas zur Welt, ist für Brenntag ein wichtiger Umschlagplatz für Lösungsmittel. Von dort versorgen wir Großkunden mit riesigen Volumen, aber wir verbinden auch kleinere Unternehmen mit der Welt. Denn es ist unsere Aufgabe, das passende Produkt sicher und pünktlich an den richtigen Kunden zu liefern – egal, wie groß das Volumen ist oder wo sich der Kunde befindet.

Genau dafür setze ich mich jeden Tag ein.

INTERVIEW ÜBER AAFKES KARRIERE BEI BRENNTAG

„Wir können nur gemeinsam für Sicherheit sorgen.“

Wer ein Team aus Werks- und Transportleitern sowie QHSE-Managern an vier verschiedenen Standorten führt, muss vor allem eines beherrschen: Kommunikation. Glücklicherweise kann Aafke Dijksma, Operations Manager für die Niederlande, genau das perfekt. In diesem Interview erläutert sie uns, was sie am meisten an der Chemiedistribution begeistert und warum sie ständig auf der Suche nach Sicherheitsverstößen ist.

Aafke, Sie haben direkt nach Ihrem Hochschulabschluss bei Brenntag angefangen. Wie kam es dazu?

Ich war auf der Suche nach einem Projekt für meine Abschlussarbeit und bekam bei Brenntag die Gelegenheit, die Implementierung und Zertifizierung des Managementsystems gemäß ISO 9001, 18001 und 14001 durchzuführen. Für mich war das eine tolle Chance – ich konnte in dieser kurzen Zeit bereits alle Prozesse und Kollegen kennenlernen. Normalerweise dauert so ein Prozess ein Jahr, aber ich konnte das Projekt nach sechs Monaten abschließen. Das war der Moment, in dem ich merkte, dass ich am richtigen Ort war. Meinen Vorgesetzten ging es wohl ähnlich: Nach meinem Abschluss boten sie mir direkt einen Job an.

Wie hat sich Ihre Karriere von dem Moment an entwickelt?

Im Jahr 2000 fing ich als Assistant Quality HSE Manager bei Brenntag in den Niederlanden an. Ein Jahr später wurde ich Environmental Manager. Ich war verantwortlich für sämtliche Zulassungen an den Standorten, für die Behördeninspektionen und für die Umweltprogramme, die wir in dieser Zeit durchführten. Während der Planung und Entwicklung des neuen Standorts in Rotterdam beschloss ich, in einen eher operativen Bereich zu wechseln, und Brenntag bot mir genau diese Möglichkeit.

Im Jahr 2007 nahm ich das Angebot an, Junior Operations Manager für Brenntag in den Niederlanden zu werden. Zur gleichen Zeit begann der damalige Operations Manager seinen Ruhestand zu planen. Somit wurde ich zu seiner Nachfolgerin bestimmt. Er besaß ungefähr 30 Jahre Erfahrung in verschiedenen Funktionen bei Brenntag und ich war froh, viel von ihm lernen zu können. Als er dann 2012 in den Ruhestand ging, trat ich in seine Fußstapfen.

17 Jahre sind eine lange Zeit. Wie schaffen Sie es, Ihre Begeisterung für Brenntag und die Chemiedistribution aufrechtzuerhalten?

Man kann das Ergebnis unserer Arbeit jeden Tag sehen – egal wo man hinsieht. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Pflegeprodukten, Kosmetika oder Medikamenten zeigt, dass überall Chemie drinsteckt.

Im Laufe Ihrer Karriere haben Sie bestimmt ein paar schwierige Projekte gemeistert, oder?

In der Tat. Ich war beispielsweise Teil des Projektteams für die Entwicklung des neuen Standorts in Rotterdam. Zu dieser Zeit mussten wir nicht nur den Umzug vom alten Standort zum neuen organisieren, sondern auch die Einführung von SAP und die Integration eines neu erworbenen Unternehmens bewerkstelligen. Das war eine Menge Arbeit für alle Beteiligten, aber wir haben es gut hinbekommen. In solchen Phasen ist es wichtig, ruhig zu bleiben, sich auf die Lösung zu konzentrieren und ein erfahrenes Team zusammenzubringen. Anders funktioniert es einfach nicht.

Heute ist Rotterdam Ihr Hauptarbeitsplatz. Was geschieht dort?

Sehr viel. Wir sitzen direkt am Hafen von Rotterdam – dem größten Hafen Europas. Wir erhalten pro Jahr eine Schiffsfracht von rund 120.000 Tonnen. Dazu gehören Lieferungen aus den USA und anderen Ländern, aber auch Produkte von lokalen Rotterdamer Unternehmen. Darüber hinaus bekommen und versenden wir Chemikalien per LKW. Rund 35.000 Tonnen erreichen uns per Tanklastwagen und weitere 25.000 Tonnen in Form von verpackter Ware. Unsere LKW beliefern Brenntag-Standorte in Deutschland, Belgien, Frankreich, in der Schweiz und vielen anderen europäischen Ländern. Gleichzeitig exportieren wir eine große Menge an Chemikalien auf globaler Ebene. All dies macht Rotterdam zu einem sehr wichtigen Umschlagplatz für Europa – aber es ist eigentlich viel mehr als das. Der Fokus unseres Standorts liegt derzeit auf dem Umladen, Vermischen und Vermengen sowie auf dem Abfüllen von zahlreichen unterschiedlichen Lösungsmitteln. Was viele Besucher überrascht: Wir können auf einer Fläche von nur 27.000 Quadratmetern pro Jahr eine Produktmenge von 180.000 Tonnen verarbeiten.

Heute sind Sie Operations Manager für die Niederlande. Was genau machen Sie in dieser Funktion?

Ich bin für 150 Mitarbeiter verantwortlich, und meine wichtigste Aufgabe besteht darin, mich um die Lieferketten-Prozesse in den Niederlanden zu kümmern. Dazu gehören neben der Produktion an unseren Standorten in Rotterdam, Zwijndrecht, Moerdijk und Amsterdam auch die Distribution, die Logistik für Im- und Exporte sowie Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz. Konkret beinhaltet das allein in den Niederlanden den Umschlag eines Produktvolumens von 500.000 Tonnen pro Jahr.

Das hört sich nach einer echten Herausforderung an. Was gefällt Ihnen daran?

Es gefällt mir effiziente Prozesse innerhalb der Lieferkette zu planen und umzusetzen - zum Beispiel durch automatisierte Abfüllprozesse, die unser Vertriebsnetz vereinfachen und optimieren. Ich suche ständig nach Wegen die Effizienz und Sicherheit zu verbessern. Wir haben viele Besucher an unserem Standort in Rotterdam. Die meisten von ihnen sind total beeindruckt davon, dass wir auf einer Fläche von nur 27.000 Quadratmetern jährlich ein Produktvolumen von 180.000 Tonnen abwickeln können. Ich mag es Werksbesichtigungen zu organisieren, die Leute herumzuführen und ihnen zu erklären, was wir bei Brenntag eigentlich tun.

Ich genieße außerdem die Zusammenarbeit und Kommunikation mit all den unterschiedlichen Menschen hier bei Brenntag. So tausche ich zum Beispiel Erfahrungen und Ideen mit Werksleitern, Schichtleitern und Anlagenführern aus. Aus diesem Grunde ist meine Tür immer offen, und ich höre bewusst die Gedanken der Mitarbeiter an. Wie die meisten Manager nehme ich regelmäßig an Meetings teil. Diese finden nicht nur in Rotterdam, sondern auch in Zwijndrecht, Moerdijk und Amsterdam statt. Das bedeutet, dass ich viel zwischen den einzelnen Standorten hin- und herpendle. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf operativen Fragen, sondern auch auf anderen wichtigen Aspekten wie Sicherheit, Qualität und HR.

Wenn Sie von Sicherheit sprechen, was bedeutet das für Sie?

Für mich ist „Safety First“ der wichtigste unserer sechs Werte. Jeder Kollege, der am Morgen zur Arbeit geht, sollte erwarten können, dass er am Ende seines Arbeitstages gesund nach Hause zurückkehrt. Dafür ist nicht nur der jeweilige Werksleiter, Vorgesetzte oder Schichtleiter verantwortlich, sondern jeder einzelne Mitarbeiter bei Brenntag. Wir können nur gemeinsam Sicherheit auf höchstem Niveau gewährleisten.

Was genau hat ein Operations Manager mit Sicherheit zu tun?

Als Operations Manager muss ich dafür sorgen, dass unsere Richtlinien korrekt umgesetzt werden. Das beginnt damit sicherzustellen, dass jeder Mitarbeiter diese Regeln versteht. Wir haben regelmäßige Sicherheitsmeetings in Bezug auf neue Verfahren sowie zu Berichten von Unfällen und Beinahe-Unfällen. Sollte es zu einem Unfall kommen, führen wir entweder Befragungen mit allen Beteiligten oder ein Untersuchungsverfahren durch.

Engagement auf Führungsebene ist sehr wichtig. Darum organisiere ich in regelmäßigen Abständen Sicherheitsbegehungen. Ich bin dazu verpflichtet, diese zweimal jährlich pro Anlage durchzuführen – manchmal in kompletter Schutzausrüstung, damit ich die Bedingungen in Gefahrenzonen aus nächster Nähe erlebe. Ich bin also regelmäßig an jeder Anlage präsent und dabei immer auf der Suche nach Sicherheitsverstößen. Nach einiger Zeit lernt man, diese sofort aufzuspüren. Die meisten Unfälle und Beinahe-Unfälle gehen auf menschliches Verhalten zurück, zum Beispiel durch Ablenkungen, Abkürzungen oder Routinehandlungen. Einerseits kann eine gewisse Routine helfen, die Arbeit schneller zu erledigen. Andererseits besteht dabei die Gefahr, Sicherheitsaspekte zu vernachlässigen. Wenn man die Sicherheit erhöhen möchte, müssen sich das Bewusstsein und das Verhalten der Mitarbeiter in Bezug auf Sicherheit ändern. Vor kurzem haben wir in Rotterdam einen wichtigen Meilenstein der Sicherheit erreicht, indem wir fünf Jahre lang keine unfallbedingten Arbeitsausfälle zu verzeichnen hatten.

Wie gewährleisten Sie, dass alle Standorte in Ihrer Verantwortung in puncto Sicherheit und anderen betrieblichen Bereichen auf dem neusten Stand sind?

Wir suchen ständig nach innovativen Lösungen, mit denen es gelingt, sowohl die Sicherheit zu erhöhen als auch den Arbeitsaufwand für uns, unsere Kunden und unsere Lieferanten zu verringern. Wir verwenden zum Beispiel spezielle, hoch automatisierte Abfüllanlagen, die es ermöglichen, Säuren, Laugen und Lösungsmittel in verschiedenen Behältergrößen abzufüllen – angefangen von fünf Litern bis hin zu 25 Tonnen. Diese Methode ist nicht nur äußerst effizient, sondern auch viel sicherer für die Arbeiter, die dadurch weniger mit den Chemikalien in Berührung kommen. Am Ende des Tages ist es genau das, was zählt.

Datenblatt Aafke Dijksma

Heimatort:

Geboren in Vlaardingen, aufgewachsen in Heenvliet, einem kleinen Ort unweit des Brenntag-Standorts in Rotterdam

Alter: 39

Ausbildung:

Studium des Chemieingenieurwesens an der HTS Rotterdam

Karriere bei Brenntag:

Aafke kam im Rahmen ihrer Abschlussarbeit zum Chemiedistributeur Chemproha ChemiePartner BV, kurz bevor dieser von Brenntag gekauft wurde. Anschließend wurde sie direkt übernommen und begann 2000 als Assistant QHSE Manager. Nur ein Jahr später wurde sie Environmental Manager für Brenntag Niederlande. Im Jahr 2007 wechselte sie in den operativen Bereich und wurde Junior Operations Manager. In dieser Funktion arbeitete sie eng mit dem damaligen Operations Manager zusammen, der ihr als erfahrener Mentor zur Seite stand. Als dieser 2012 in den Ruhestand ging, trat sie in seine Fußstapfen und wurde Operations Manager bei Brenntag in den Niederlanden.

KINDHEIT:

Schon als Kind zeigte Aafke immer Interesse für Chemie. Sie wuchs in der Nähe des Rotterdamer Hafens auf und nahm an fast jedem „Tag der offenen Tür“ teil, der von den dort ansässigen Chemieunternehmen organisiert wurde. Heute ist sie Mutter von zwei Töchtern. Würde sie es begrüßen, wenn ihre Kinder den gleichen Weg einschlagen? Keineswegs. Sie müssen ihre eigenen Träume verwirklichen, sagt Aafke.

FREIZEIT:

Außerhalb ihres Arbeitsalltags verwandelt sich Aafke in eine Sportskanone. Sie liebt es, mit ihren zwei Töchtern Tennis zu spielen, geht zum Fitnessboxen und läuft regelmäßig. Manchmal kann man die frühere Turnerin sogar auf Händen durchs Wohnzimmer laufen sehen. Darüber hinaus genießt sie es, mit ihrem Mann lange Spaziergänge am Strand zu unternehmen und gemeinsam mit der Familie oder Freunden zu essen.

Berühmtheiten aus der Vergangenheit oder Gegenwart, mit denen er gern einmal zu Abend essen würde:

Mit einer lebenden Berühmtheit – mit Königin Máxima der Niederlande.

Kaffee oder Tee?

Kaffee ist ein wichtiger Bestandteil von Aafkes täglicher Routine.