I'm ConnectingChemistry

Wissen Sie, wieso ich Flughäfen mag? Sie sind meine Verbindung zu unserem globalen Netzwerk. Als Mitglied des Global-Key-Account-Teams von Brenntag fliege ich um die ganze Welt, um Verbindungen aufzubauen. Ich treffe unsere Kunden, verstehe, wie sich ihre Bedürfnisse ändern, und schaffe dynamische Lösungen, damit sie ihre eigene Erfolgsgeschichte schreiben können.

Mein Job ist es, diese Lösungen in handfesten Mehrwert zu verwandeln. Dabei schaffen wir die Verbindung zwischen dem operativen Geschäft unserer Kunden und dem Fachwissen der Brenntag-Mitarbeiter, um so die Komplexität zu vermindern, die Effizienz zu steigern und nachrangige Aufgaben auszulagern.

In den 22 Jahren bei Brenntag ist es immer mein Antrieb gewesen, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und meine Erfahrungen zu teilen. Es ist eben diese Kombination, die meinen Job bei Brenntag so faszinierend macht. Das motiviert mich, die Extra-Meile zu gehen – wohin auch immer mich diese führt.

Interview über Jons Karriere bei Brenntag

„Eine neue Ära in der Chemie hatte begonnen.“

Jon Birrell, Head of Key Account Team EMEA, hat in seiner 22-jährigen Karriere schon so gut wie alles erlebt – er hat seinen Kunden hunderttausende Euros gespart, sich gegenüber den Widrigkeiten der Wirtschaftskrise behauptet und bei legislativen Angelegenheiten mitgewirkt. In diesem Interview erklärt er, wieso er seinen Job noch immer spannend findet und wie sein Beruf seine Arbeit im heimischen Garten beeinflusst.

Jon, Ihre Karriere bei Brenntag begann unerwartet. Wie kam das?

Jon (lacht): Genau! Ich hatte eigentlich vor, in der Bauindustrie als Ingenieur zu arbeiten, aber an dem Tag, an dem ich meine Stelle antreten wollte, wurde mir mitgeteilt, dass die Stelle doch nicht besetzt werden würde. Da ich kurz darauf heiraten wollte, musste ich schnell einen neuen Job finden. Die erste Position, die ich übernahm, war im Chemikalienvertrieb. Das war 1994 für die Firma Hays, die dann zu Albion Chemicals wurde, bevor diese von Brenntag übernommen wurde. Obwohl es sich für mich wie gestern anfühlt, ist das schon zwei Jahrzehnte her und mein fehlgeschlagener Versuch, in die Baubranche einzusteigen, hat sich als Glücksfall erwiesen.

Sie sind durch eine Übernahme zu Brenntag gekommen. Fühlte es sich an, als wären Sie übernommen worden?

Überhaupt nicht! Ich habe die Übernahme als große Chance gesehen. Zwar war Albion außerordentlich erfolgreich und wir hatten das Gefühl, dass das Unternehmen in den traditionellen Märkten seine Reife erreicht hatte, doch die Einführung des umfassenden Angebots von Brenntag und seines Fachwissens war der Beginn einer neuen Ära von scheinbar endlosen neuen Möglichkeiten. Brenntag erkannte das Wissen und die Begeisterung des Teams UK & Ireland für seine Kunden an und half sehr dabei, dieses neue Wertversprechen zu entwickeln und umzusetzen.

Dieses Rezept hat den Test der Zeit bestanden und gilt unverändert heute noch. Nehmen wir zum Beispiel vor Kurzem die Übernahme von Trychem durch Brenntag in Dubai. Da wir uns in der Region bereits einen Namen gemacht haben, konnte unser Netzwerk zusammen mit dem Fachwissen vor Ort sofort großes Interesse bei unseren Key Accounts wecken. Wir entwickeln derzeit ein paar interessante Projekte und haben bereits einige neue Lieferantenverträge ausgehandelt.

Wo wir gerade von Key Accounts sprechen, was genau macht ein Key-Account-Manager bei Brenntag?

Eine unserer Hauptaufgaben ist es, die konkreten strategischen Bedürfnisse unserer wichtigsten Kunden zu erkennen. Sobald dies geschehen ist, ist es unsere Aufgabe, den Kontakt zwischen dem Kunden und den Angestellten und Mitarbeitern von Brenntag und somit deren Fachwissen herzustellen und diese Bedürfnisse zu erfüllen. Großkunden möchten es meistens einfach haben, die Effizienz steigern und nebensächliche Aufgaben outsourcen. Durch solche Maßnahmen können zahlreiche solcher greifbaren Vorteile gemessen werden: zum Beispiel „Cost out“ durch unsere globalen Sourcing-Möglichkeiten, „Cash out“, indem wir Geschäftskapital freimachen und den Warenumschlag verbessern, und „Capex Avoidance“, indem wir die konkurrenzlosen Ressourcen von Brenntag nutzen, einschließlich Vermischen, Formulieren und Verpacken. Wir können sogar die Nachhaltigkeit von Projekten messen.

Umfasst Ihr Job mehr als nur Chemie?

Aber sicher, wenn es um die Arbeit mit Key Accounts geht, gibt es alle möglichen Aufgaben. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Kunde, den wir bei einer legislativen Angelegenheit unterstützt haben. Ihm war mitgeteilt worden, dass eine Substanz aufgrund der Komplexität und der Kosten von REACH nicht mehr vom bestehenden Lieferanten angeboten werden würde. Nach einer gründlichen Besprechung mit dem Kunden und der Ermittlung des strategischen Bedarfs erklärte Brenntag sich bereit, den langwierigen, 18-monatigen Autorisierungsprozess zu durchlaufen, um die dauerhafte Verwendung in seiner Anwendung sicherzustellen. Ohne unsere Unterstützung wäre der Kunde gezwungen gewesen, seine Produktionsmethoden vollkommen umzustellen, und das hätte ihn hunderttausende Euro gekostet.

Während Ihrer Zeit in führenden Positionen haben Sie sicher einige Krisen miterlebt?

So ist es, aber die Finanzkrise 2007/2008 ist mir besonders im Gedächtnis geblieben – in dieser Zeit habe ich im Vereinigten Königreich gearbeitet. Die Ölpreise waren auf 150 US-Dollar pro Barrel gestiegen, erzeugten einen unglaublichen Preisdruck und als die Blase platzte, standen wir unserer eigenen Krise gegenüber, da das Volumen derart rapide abnahm, dass die Zukunftsfähigkeit unseres Lieferkettenmodells bedroht war.

Das war so ein Moment, in dem es „Alle Mann an Deck!“ hieß und ich das Gefühl hatte, dass das ganze Unternehmen an einem Strang zog, um das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Aus Sicht des Vertriebs gab es nur eins zu tun: Wir mussten ausziehen und das Straßenpflaster abklappern, um Marktanteil auf einem Niveau und in einem Tempo zu erlangen wie nie zuvor.

Ich erinnere mich lebhaft an einen proaktiven Ansatz: Die lokalen Vertriebsteams wurden aufgefordert, einen Tag zu planen, an dem sie persönlich bei Unternehmen in Industrieparks vorsprachen. Zu jeder dieser Aktionen, bei denen der persönliche Kontakt mit Unternehmen hergestellt und neue Chemieverarbeitungsstätten aufgetan werden sollten, war auch ein Vorstandsmitglied anwesend. In dieser Zeit stellten wir uns auch dem Trend entgegen, indem wir im großen Stil in die Weiterbildung unserer Vertriebskräfte investierten und eine Reihe von weiteren Initiativen zur Geschäftsförderung umsetzten.

Und ist dieser Plan aufgegangen?

Wenn Sie sich unsere Ergebnisse während der Finanzkrise anschauen, sehen Sie, dass wir ein unglaubliches organisches Wachstum mit gleichzeitiger Steigerung unserer Wirtschaftlichkeit zu verzeichnen hatten, wohingegen unsere Mitbewerber einigen Schwierigkeiten gegenüberstanden. Ich glaube, dass wir das unserer positiven Einstellung zu verdanken hatten sowie der Tatsache, dass wir uns weiterhin stark auf unsere Kunden konzentriert haben.

Brenntag wächst schnell. Ist das Unternehmen noch in der Lage, sich mit dringenden Angelegenheiten auseinanderzusetzen?

Auch wenn dies manchmal eine Herausforderung ist, gehört das zu unseren größten Stärken. Trotz der Größe, Reichweite und Komplexität unseres globalen Unternehmens, sind die Hierarchien relativ flach und das ist eine wichtige Eigenschaft, wenn es darum geht, innerhalb unserer Key Accounts schnell zu handeln. Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel: Erst letztes Wochenende erhielt einer unserer Key Account Manager am Sonntag einen Anruf von einem Kunden, der ihm mitteilte, das eine seiner Fabriken von einem Lieferanten nicht mit einem wichtigen Material versorgt worden war. Es gelang ihm, noch am gleichen Tag mit einem Manager der Brenntag-Einrichtung vor Ort in Kontakt zu treten und dafür zu sorgen, dass die Fabrik früh am Montagmorgen beliefert wurde, sodass sie wieder in Betrieb gehen konnte. Das ist ein großartiges Beispiel dafür, wie zügig Brenntags Motto ConnectingChemistry auf jeder Unternehmensebene umgesetzt wird. Es ist toll, regelmäßig von solchen Vorkommnissen zu hören, denn auf dem umkämpften Markt ist es wichtig, schnell zu sein.

Brenntag hat sechs Kernwerte:

  • Safety First
  • Leadership and Accountability
  • Employee Involvement and Ownership
  • Commitment to Excellence
  • Integrity and Responsibility und
  • Value Creation for Partners

Welcher davon ist für Sie der wichtigste?

Sicherheit! Was könnte wichtiger sein, als sicherzustellen, dass unsere Freunde, Kollegen und Kunden abends sicher zu ihren Familien zurückkehren? In unserem Arbeitsalltag ist Sicherheit für so viele Bereiche auf so vielen Ebenen von Bedeutung. Nehmen wir zum Beispiel Handläufe. Bedenkt man die Anzahl der Unfälle, die durch Ausrutschen und Stürze verursacht werden, wird klar, wie wichtig Handläufe sind. Ich tue mein Bestes, um Kollegen daran zu erinnern, sie zu verwenden, und hoffe gleichzeitig, dass jemand mich darauf hinweist, wenn mein Sicherheitsbewusstsein irgendwo nicht hundertprozentig war.

Brenntag hat sogar mein Sicherheitsverhalten zu Hause beeinflusst: Wenn ich den Rasen mähe, trage ich immer einen Augen- und Ohrenschutz! Ich bin nicht sicher, ob ich ohne die Sicherheitskultur bei Brenntag ebenso gewissenhaft wäre.

Datenblatt Jon Birrell

Heimatort:

Geboren in London, aufgewachsen in Suffolk (UK)

Alter: 49

Ausbildung:

Baumanagement-Studium an der University of Suffolk

Karriere bei Brenntag:

Jon kam als Account Manager zum Chemiedistributeur Hays und stieg schnell ins Management der Standorte auf. Als Hays an Albion verkauft wurde, wurde Jon auf eine leitende Position befördert und kurz nachdem Brenntag 2006 Albion übernahm, wurde Jon zum Sales & Marketing Director UK and Ireland ernannt. Seit 2015 verstärkt er als Head of Key Account Team EMEA das EMEA-Team von Brenntag.

Freizeit:

Da er beruflich viel reisen muss, ist Jon besonders gerne zu Hause bei seiner Familie (zu der er auch seine Hunde und Pferde zählt) und hilft seiner Frau bei der Pflege ihrer Reitanlage. Wenn er nicht zu Hause beschäftigt ist, schaut er sich die Spiele des lokalen Rugbyvereins an oder fährt mit einer Gruppe Freunden Rad.

Soziales Engagement:

Vor ein paar Jahren nahm Jon an einer viertägigen Wohltätigkeitsradtour von Ermeonville in Frankreich nach Bury Saint Edmunds in England teil. Diese fand zum Andenken an die 18 Familienmitglieder und Freunde des Rugby-Clubs von Bury Saint Edmunds statt, die vor vierzig Jahren auf dem Turkish-Airlines-Flug 981 auf tragische Weise ihr Leben verloren. Anlässlich des 40. Jahrestages dieser Tragödie sammelten die Radfahrer insgesamt 160.000 britische Pfund für zwei Wohltätigkeitsorganisationen: die Hospizpflege von St. Nicholas und die Haberden-Stiftung.

Berühmtheiten aus der Vergangenheit oder Gegenwart, mit denen er gern einmal zu Abend essen würde:

Sir Ranulph Fiennes, der berühmte Entdecker und Abenteurer

Kaffee oder Tee?

Definitiv Kaffee, Jon braucht morgens Koffein, um in Schwung zu kommen.